Ruderfreunde „Hände weg!“
Akademische Ruderriege an der Georg-August-Universität Göttingen e. V.

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17. Juni 2012

Wanderfahrt auf der Weser

(von Svenja) Tag 1: Wilhelmshausen - Bad Karlshafen

Am Freitagmittag begaben sich 13 Ruderfreunde und ihr Gepäck mit viel guter Laune und dazu passendem Sonnenschein auf die 140 km lange Strecke von Wilhelmshausen nach Hameln. Die Ruderboote des Rudervereins „Weser“ in Hameln hatte unser Wanderruderwart Martin vorher an den Startpunkt gebracht. Bereits auf dem ersten Teil der Strecke taten wir einem Schaf etwas Gutes, das sich von seiner Herde entfernt hatte und auf der falschen Flussseite stand und blökte. Nach langem Abwägen der Pro und Contras über eine Schaf-Rettungsaktion im Ruderboot, beschlossen wir doch die Feuerwehr zu rufen, die sich auch sofort darum kümmerte, das Schaf zurück zu seinen Freunden zu bringen.

Martin spielt Gitarre an der Schleuse Bonaforth

Die Tierwelt belohnte unsere gute Tat dann gleich indem sie sich von ihrer besten Seite zeigte: Schildkröten, Reiher und sogar baumstammgroße Krokodile begleiteten uns auf dem ersten Teil unserer Strecke. Nachdem die drei Schleusen bis Hann. Münden bei Gitarrenmusik und fröhlichem Keksessen äußerst zwanglos bezwungen waren, ruderten wir bei bestem Wetter und noch bei vollen Kräften auf der schönen Weser flussabwärts. Durch Badestopps, Bierpausen und gemütliches Treibenlassen war die Fahrt bis nach Hemeln zu Andreas sehr kurzweilig. Dort gab es den klassischen Strammen Max und zum Nachtisch Kuchen und Aufgesetzten.

Rast in Hemeln

Frisch gestärkt ruderten wir schließlich in der Nachmittagssonne in Richtung Bad Karlshafen. Dort konnten wir dann die Boote auf dem Campingplatz lassen und kamen hungrig und auch geschafft recht spät im gut-bürgerlichen Restaurant „Fürstenkrug“ an. Nach dem einen oder anderen frisch gezapften Hütt ging es dann auch bald mit dem Taxi ins wohlverdiente Bett. Außer einem kleinen Schlafwandelereignis gab es keine weiteren Zwischenfälle.

Tag 2: Bad Karlshafen - Holzminden

Der zweite Tag begann entspannt bei einem reichhaltigen, leckeren Frühstück. Nach einer kurzen Shopping-Einheit bei Rewe, wo vor allem die Snack- und Getränkebars der 3 Boote aufgefüllt wurde, ging es dann auch schon wieder weiter. Der anfängliche Gegenwind konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun und so konnten wir neben der herrlichen Landschaft des schönen Weserberglandes auch eine Elektrofischscheuchanlage und viele hunderte Camper bewundern, die sich am Ufer der Weser befanden.

Rudern im Vierer

Da es an diesem Tag weniger Kilometer zu bezwingen galt, war die Fahrt ein wahrer Genuss und wir kamen geradezu erholt in Holzminden an. Dort liegt die wunderschöne Jugendherberge direkt am Ufer der Weser mit einem hübschen Türmchen und Sandstrand mit Strandkörben. Nach kurzem Frischmachen ging es dann zu einem „Italiener“ (mit leckerem Formvorderschinken und Dosenpilzen auf der Pizza oder auch dem Modell „Pizza 2000“) und fanden uns dann pünktlich zur zweiten Halbzeit für das erste Deutschlandspiel der EM gegen Portugal auf dem Marktplatz zum Public Viewing ein. Die Holzmindener starteten selbstverständlich nach dem errungenen 1:0 Sieg einen Autokorso, bei dem ganze 4 Autos in einer Reihe durch die Kleinstadt düsten.

Picknick kurz vor Höxter im Grünen

Einige Ruderfreunde waren abends dann müde gerudert und gingen bald in die Jugendherberge, ein kleinerer Teil machte jedoch die Stadt der Aromen unsicher. Bei dem einen oder anderen Kaltgetränk im Essighof, war der Gruppe doch ein äußerst lustiges Klima anzumerken, was auch die Bedienung sehr erfreute. Senf und Ketchup gab es dort übrigens gratis in kleinen Päckchen zum mitnehmen und so bedienten wir uns natürlich reichlich. Kurz vor dem Ins-Bett-gehen wurde unter anderem noch von der Weser-Brücke „gesenft“ und auf der Bühne inmitten der Altstadt ein Song von Eminem performt.

Tag 3: Holzminden - Hameln

Am schönen Sonntagmorgen ging es dann weiter zur letzten Etappe. Leider musste Lara uns aufgrund einer akuten Lernattacke in Holzminden verlassen und so ruderte ein Vierer in Unterbesetzung weiter. Dass uns schon circa 90 km in den Knochen steckten, merkte man doch ein bisschen an unseren Kräften und so waren wir alle froh über eine Mittagspause mit frischem Fischbrötchen und Pommes, wo es jedoch leider keinen Anleger gab und somit die Boote recht umständlich und mit lecker-grüner-Wesergrütze an den Beinen herausgenommen werden mussten.

Am Atomkraftwerk vorbeirudern

Am beeindruckend riesigen Atomkraftwerk und dem davon ausgehenden Schmutzfilm vorbei, ging es nach Hameln wo wir am späten Nachmittag ankamen und glücklich aber müde die Boote schrubbten und dann den Zug zurück nach Göttingen nahmen. Eine ausgesprochen schöne Ausfahrt mit allerlei Lachkrämpfen und Bier für die einen und Alkopops für die anderen!! Gerne wieder!

Zu den Fotos.