Ruderfreunde „Hände weg!“
Akademische Ruderriege an der Georg-August-Universität Göttingen e. V.

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5. Juni 2014

Saale–Elbe-Wanderfahrt 2014

(von Tobias) Am Himmelfahrtstag war es endlich wieder soweit: Die alljährliche Ruderwanderfahrt beginnt! Wir fuhren vom IfL nach Wilhelmshausen, um die Boote aufzuladen. Dann ging es nach Halle, wobei es unterwegs „Thüringer Rostbratwurst“ gab.

Team-Foto in Bernburg beim Ruderclub

Die erste Etappe war eine exakte Wiederholung der Abschlussetappe des Vorjahres, auf der Saale von Halle nach Wettin, dem Stammsitz des Adelsgeschlechts der Wettiner. Wir fuhren dann wieder mit dem Bus zurück nach Halle zur Übernachtung in der Jugendherberge, die in einem großbürgerlichen Palais im Universitätsviertel residiert. Ausgestattet mit den Insidertipps von der Herbergstochter zogen wir dann los durch das großzügig angelegte, wunderschön restaurierte Universitätsviertel auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant. Am gutbürgerlichen Gasthaus „Zum Schad“ angekommen, wussten wir gleich: Hier wollen wir rein. Nach einem leckeren Abendessen mit noch leckerem Bier ging ein Teil dann zum Matrazenhorchdienst zur Jugendherberge, während ein harter Kern noch die Hallenser Studentenkneipen durchstreifte.

Schleusung in Bernburg

Mehr oder weniger ausgeschlafen ging es dann auf die erste, 35 km lange Etappe nach Bernburg. Dank einiger Anlegemöglichkeiten auf der Strecke konnten wir den Fahrdienst auf zwei mal zwei Freiwillige aufteilen, so dass bei dem herrlichen Sonnenwetter jeder rudern konnte. Höhepunkt war die Einfahrt in den Bernburger Ruderclub. Der wunderschöne Blick aufs Renaissanceschloß und den Blütenschnee konnte nur noch durch den leckeren Sektempfang getoppt werden. Nach dem Anbaden zur Wanderfahrt gab es dann die obligatorische Duschparty. Mit einiger Verspätung ging es dann zum Italiener „Maximus“, wo wir dank warmer Decken noch draußen am Saaleufer sitzen konnten. Während die meisten danach müde und glücklich ins Bett fielen, gingen einige noch in die wunderschöne Altstadt aufs Stadtfest und lauschten der „Goombay Dance Band“ mit ihrem größten Hit „Sun of Jamaica“.

Teamfoto im Vierer

Am nächsten Tag stand die Königsetappe an: 50 km, zuerst auf der Saale, wobei der mäandernde Flusslauf vor der Mündung in die Elbe ein besonderer Genuss war. Die Strömung nahm auf den letzten Kilometern zu und wir konnten uns auch mal treiben lassen und baden. Wir machten noch eine Rast am Steg der Kanuabteilung vom TSG Calbe, deren Klubhaus während des Hochwassers im vergangenen Jahr nach einem Kurzschluss abgebrannt war. Dann ging es auch schon auf die Elbe. Wir fuhren dann in einen Seitenarm zum Zeltplatz Pretzien im Naturschutzgebiet. Das letzte Hochwasser hatte leider Duschen und WCs in Mitleidenschaft gezogen, so dass es nur zwei Dixis und, noch weiter entfernt, einen Schlauch mit Frischwasser gab. Abends wurde lecker gegrillt und dann luden uns unsere Campingplatznachbarn ans Lagerfeuer ein. Martin nahm seine Gitarre und traf genau den Geschmack der Nachbarn, die ihn am liebsten gar nicht mehr los gelassen hätten.

Pause an der Fähre Barby

Die Zeit verging viel zu schnell, und so ging es am Sonntag auf der Schlussetappe weiter nach Magdeburg. Und endlich konnte auch mal richtig hochgeschert werden. Ein Doppelpott machte sehr große Wellen, die sich für die nächste Viertelstunde hielten. Unterwegs bestaunten wir noch den neuen Hochwasserschutz bei Schönebeck. Dann waren wir auch schon in Magdeburg. Der erste Vierer fuhr am Steg vorbei und die anschließenden 100 Meter gegen die Strömung erforderten dann nochmal ein paar Dicke.

Rudern im Gig-Doppelzweier auf der Elbe

Nach dem Abriggern und einem leckeren letzten Picknick im Garten des Ruderklubs ging es auch schon wieder zurück über Wilhelmshausen nach Göttingen. Abschließend sagen wir allen, die die Tour unterstützt haben, ein großes Dankeschön, und ein riesengroßes Dankeschön geht an Martin für die Planung und Leitung dieser wunderschönen Wanderfahrt.