Ruderfreunde „Hände weg!“
Akademische Ruderriege an der Georg-August-Universität Göttingen e. V.

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7. Juli 2014

DHM Rudern 2014 in Hannover

(von Solveig) Gefühlt äußerst plötzlich stand mit den Deutschen Hochschulmeisterschaften, die in diesem Jahr vom 4. bis 6. Juli auf dem Hannoveraner Maschsee stattfinden sollten, einer der Regatta-Höhepunkte für die Ruderfreunde ins Haus. Aufgrund der studienabschlussbedingt recht substantiellen Personalveränderungen innerhalb der Wettkampfmannschaft war schnell klar, dass an unser Meldeergebnis vom letzten Jahr, wo wir noch mit drei Booten im Unicup und zwei in der offenen Klasse vertreten gewesen waren, nicht würde angeknüpft werden können. Für einen Moment sah es gar so aus, als würden die Ruderfreunde in Hannover überhaupt nicht vertreten sein. Nach einer dynamischen Trainingsfahrt im Rennvierer entschlossen sich jedoch Tjarde, Philipp, Martin und Solveig recht kurzfristig, im Mixed-Doppelvierer an den Start zu gehen.

Unsere Mannschaft direkt nach dem Start des Vorlaufes

Gemeinsam trainiert werden konnte im Vorfeld zwar nicht mehr, wie auch zwischenzeitlich die Teilnahme überhaupt auf der Kippe stand, nachdem sich beide Damen des Teams bei Aktivitäten abseits des Rudersports eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatten. Schlussendlich trafen wir dann aber doch am Samstag hochmotiviert am Maschsee zusammen, wo die Regatta schon in vollem Gange war. Unsere Rennen sollten am Sonntag stattfinden, so dass wir den Samstag dazu nutzen konnten, das Boot aufzuriggern, es die gefühlten 5 Kilometer zur Strecke zu tragen und noch ein letztes Training zu absolvieren.

Nach der obligatorischen Liegenbelegung in der geräumigen Übernachtungs-Turnhalle, kehrten Philipp, Martin und Solveig noch zum Abendessen im nahe gelegenen „Schweinske“ ein, während Tjarde zum Zapfdienst auf der Angaria-Party eilte, wo wir uns schließlich wiedertrafen. Da am nächsten Tag jedoch aufregende Rennen winkten, begaben wir uns nicht allzu spät zur Nachtruhe.

Teamfoto am Steg

Durch die anderen Hallengenossen frisch und munter um halb sechs geweckt, wankten wir zur Strecke, wo die Damen des 1. Frauenruderclubs in ihrem durchdekorierten Vereinshaus ein liebevoll gestaltetes Frühstück bereit hielten. Kurze Zeit später stieß dann auch Dominik zu uns, der den Weg aus Göttingen in aller Herrgottsfrühe nicht gescheut hatte, um uns in gewohnter und sehr geschätzter Manier mit Rat, Tat und Kamera zur Seite zu stehen.

Schnell war es dann auch Zeit aufs Wasser zu gehen und den Vorlauf zu bestreiten, in dem wir gegen die Mannschaften aus Tübingen und Greifswald antraten. Inzwischen hatte der Südwind recht aufgefrischt, so dass insbesondere im Startbereich an der Nordspitze des Maschsees eine nicht unproblematische Wellensituation die Bedingungen erschwerte. Trotz einiger Schwierigkeiten am Start konnten wir dennoch gut ins Rennen finden und das Boot der Uni Greifswald deutlich hinter uns lassen, so dass wir schließlich als Zweite ins Ziel kamen.

Ablegen zum Großen Finale

Da nur der Erstplatzierte sich direkt für das Finale qualifizierte, hieß es für uns also, im kurz darauf folgenden Hoffnungslauf noch einmal alles zu geben. Mental gestärkt durch die Dominik’sche Dröhnung Sportpsychologie gingen wir mit dem klaren Ziel Finale (!!!) in unser nächstes Rennen. Unsere Gegner hier hießen erneut Greifswald, ebenso wie Braunschweig, Hamburg und Marburg. Wind und Welle waren zwar noch immer stark, doch diesmal kamen wir im Startbereich damit deutlich besser zurecht und konnten wiederum schnell die Greifswalder und auch die Braunschweiger hinter uns lassen. Wenn auch auf der letzten Etappe der Strecke unsererseits wichtige Meter verschenkt wurden und wir die Braunschweiger dann doch an uns vorbei ließen, so war trotzdem das erste Ziel erreicht: Wir hatten uns für das Finale qualifiziert! Für uns alle, und besonders für Philipp, Martin und Solveig, die das erste Mal in der offenen Klasse gestartet waren, ein schöner Erfolg.

Boot tragen am Regattaplatz

Für das zeitnah stattfindende Finale hatte auch der Wind noch einmal mehr aufgefrischt und den See endgültig in einen Acker verwandelt. Das, gepaart mit der dann doch schwindenden Physis, führten dazu, dass wir unser Finalziel die Braunschweiger zu schlagen, leider nicht mehr umsetzen konnten. Den Gesamtsieg fuhren, fast schon traditionell, die Magdeburger nach Hause, während wir insgesamt den sechsten Platz belegten. Für uns war damit die DHM vorbei, nun konnten wir uns an der inzwischen recht abgegrasten Kuchen- und Nudelbar gütlich halten und uns entspannt die noch ausstehenden Rennen der Frauen- und Männerachter ansehen. Ein Ruderfreunde-Highlight dabei der Sieg des Münsteraner Frauenachters, mit der ehemaligen Göttinger Ruderfreundin Johanna im Mittelschiff. Im gleichen Rennen fuhr ex-Ruderfreundin Monika mit dem Achter der WG Hannover auf den dritten Rang – Göttingen ist eben doch eine Kaderschmiede.

Siegerehrung des Frauen-Achters mit den Ruderfreunde-Alumnis Johanna und Monika

Bei schönstem Sonnenschein klang so die diesjährige DHM aus, die für uns eine wirklich schöne Veranstaltung war. Zwar gab es für uns keine eigenen Siegersträußchen, aber dennoch waren wir zufrieden mit unseren Leistungen und einfach stolz, im Finale mit dabei gewesen zu sein.

Ein großer Dank an das super Team, an Spartenobmann Philipp und das AStA-Sportreferat für Organisation und Unterstützung, an Tjarde für ihren unermüdlichen Einsatz nicht nur bei der Sicherstellung diverser kulinarischer Köstlichkeiten und ganz besonders an Dominik für die Rundum-Betreuung und die taktische Beratung. Tiptop!

Im Fotoalbum haben wir eine Bilderserie zur DHM zusammengestellt.