Ruderfreunde „Hände weg!“
Akademische Ruderriege an der Georg-August-Universität Göttingen e. V.

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23. Juni 2009

Ruderfreunde in Hamburg am Start

(von Dominik) Auf Vorschlag von Ruderfreundin Franzi haben in diesem Jahr erstmals einige Ruderfreunde beim Staffelrudern in Hamburg teilgenommen. Am Morgen des 20. Juni fuhren Franzi, Lena, Johanna, Julia, Andy und Dominik mit zwei Autos in die Hansestadt, um gemeinsam mit ca. 20 Ruderern der Uni Braunschweig möglichst viele Runden auf Binnen- und Außenalster zu drehen.

Beim Staffelrudern treten nämlich größere Teams gegeneinander an, die aus 15 bis 30 Personen bestehen. Jedes Team hat zwei gesteuerte Gig-Doppelvierer pausenlos um einen rund dreieinhalb Kilometer langen Rundkurs in der Hamburger Innenstadt zu bewegen, um zwischen 11 und 19 Uhr möglichst viele Runden auf dem Kurs zu absolvieren. Veranstalter der Regatta, die in diesem Jahr zum 21. Mal ausgerichtet wurde, ist mit „Der Hamburger und Germania Ruderclub“ – unter Ruderern einfach „Der Club“ genannt – der älteste Ruderverein Deutschlands.

Logo vom Staffelrudern

Die Aufgabe für die Teams hört sich zunächst einfacher an, als sie ist. Bei knapp 30 Personen im Team muss jeder im Mittel rund dreieinhalb Mal den Kurs umrunden, fitte Ruderer treten auch häufiger an. Und obwohl die Regatta sicher nicht Treffpunkt der nationalen Spitzenruderer ist, ist das Niveau beachtlich hoch. Die Schlagfrequenz liegt durchweg im Bereich von SF 30, so dass am Ende des Tages 12 bis 18 Kilometer bei Rennfrequenz zurückgelegt worden sind. Eine Umrundung dauert rund 13 bis 16 Minuten.

Das Braunschweig-Göttinger Team startete mit der Startnummer 21 als letztes aller Teams um kurz nach elf auf den Rundkurs, konnte sich aber schnell auf den neunten Platz vorarbeiten. Die Boote wurden dazu erst vor Ort zusammengesetzt, auch wurden Göttinger und Braunschweiger bunt durcheinander gemischt.

Gegen 14 Uhr war das Klassement relativ gefestigt, unser Team befand sich mit mehreren Minuten Abstand nach vorn und hinten immer noch auf dem neunten Platz. Nun sollte die erste „schnelle Runde“ gefahren werden. Dazu werden innerhalb einer halben Stunde die Rundenzeiten aller Mannschaften gemessen und gerankt. Unser schnelles Team setzte sich aus drei Braunschweigern und Andy zusammen, die aber witterungsbedingt eine nicht ganz optimale schnelle Runde bei starkem Unwetter absolvierten. Am Ende fuhren sie die sechst-schnellste Zeit aller Teams.

Gegen Abend stand eine weitere schnelle Runde an, diesmal waren mit Andy, Dominik und Stf. Franzi gleich drei Göttinger dabei. Auch diese schnelle Runde ging ziemlich daneben, da auf der Binnenalster gleich zwei andere Boote über den ungünstigen Außenbogen überholt werden mussten. Am Ende sprang deshalb nur die drittschnellste Zeit aller Boote raus mit 9 Sekunden Abstand zur schnellsten Mannschaft.

Dominik, Andy, Franzi und zwei Braunschweiger auf der schnellen Runde
© B. Seibt (Der Hamburger und Germania Ruderclub, www.staffelrudern.de)

Im Gesamtklassement verloren wir gegen Abend leider noch zwei Plätze, so dass am Ende ein elfter Platz erreicht wurde. Im Bootshaus des Clubs gab es noch eine Siegerehrung für alle Mannschaften, bei der wir auch als elft-Plazierte mit Medaillen geehrt wurden. Danach gings dann auch schon wieder auf die Autobahn zurück nach Göttingen, wo um 22 Uhr der Tag endete.

Für die meisten Göttinger Teilnehmer bedeutete der Start beim Staffelrudern eine neue Erfahrung, da außer Franzi und Andy alle Debütanten waren. Die Zusammenarbeit mit den Braunschweigern klappte super und sportlich konnten sich alle trotz unterschiedlichsten Fitness-Zuständen im Team bestens einbringen. Dazu hatte auch der Kurs mit seinen Ufer-Promenaden in der Hamburger Innenstadt einiges zu bieten. Für das nächste Jahr sollte wieder eine Teilnahme ins Auge gefasst werden – wir wurden bereits gefragt.