Ruderfreunde „Hände weg!“
Akademische Ruderriege an der Georg-August-Universität Göttingen e. V.

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14. Juli 2010

Deutsche Hochschulmeisterschaft in Hannover

(von Sebastian, Oliver & Nina) Vom 02.-04. Juli fanden dieses Jahr in Hannover auf dem Maschsee die 63. Deutschen Hochschulmeisterschaften im Rudern statt.

Am 02. Juli hieß es also dann für 18 Ruderfreunde: „Auf! Auf! Zu großen Taten!“ Für Svenja, Annika, Eric und Sebastian war es die erste DHM und somit waren Sie voller Vorfreude. Außerdem starteten ebenfalls für den Unicup Michi, Lydia, Sophie, Nina, Johanna und Olli. In den offenen Klassen kämpften unsere erfahrenen Athleten Dominik, Bastian S., Jule, Sabrina, Basti, Malte, Kristin und Lena um die Plätze.

Nach einer Sahara-heißen Fahrt über die Autobahn, Bootsentladung und Lageraufbau sollten am Freitagabend bereits die ersten Vorläufe stattfinden. Glücklicherweise stand schnell zur Komplettierung unseres Inventars der von Dominik organisierte Renn-Vierer aus Osnabrück bereit. Nach ein wenig verwirrenden Organisationsanfängen starteten unsere Mixed-Doppelvierer um 21 Uhr in die DHM. Während sich Basti, Malte, Kristin und Lena im traditionsreichen „DDR“ direkt für das Halbfinale qualifizierten, nutzten Dominik, Bastian S., Jule und Sabrina den am Samstag stattgefundenen Hoffnungslauf zur Gewöhnung ans neue Boot um sich schließlich auch im Halbfinale wiederzufinden. Am späten Abend errichteten wir unser Schlafgemach in der Turnhalle des Unisports, die uns (wohl außer Michi) dank Hitze und Schlafgeräuschen nicht allzu viel Schlaf schenken sollte. Manch Ruderfreund zog es als Boykott noch für ein „Gute-Nacht-Bierchen“ in die Nachbarschaft und Schwupps war der erste DHM-Tag Geschichte.

Auf dem Weg zum Rennen...

Am nächsten Morgen um 06:15 Uhr läutete der Wecker (immer wieder spannend, womit sich manche wecken lassen) und rief zum Aufbruch zur Regattastrecke. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann schon für die ersten aufs Wasser. Jule und Sabrina verpassten in einem sehr starken Teilnehmerfeld leider den Einzug ins Finale. Nach erster Enttäuschung zeigten sie, was in ihnen steckt und ruderten im B-Finale ihrer Konkurrenz davon. Im Unicup-Männer-Vierer um Olli, Michi, Eric und Sebastian konnte bis auf einen Krebs nichts gefangen werden, sodass das Boot am Ende des Tages mit einem 14. Platz leider leer ausging. Deutlich besser lief es für Lydia, Sophie, Nina und Johanna im Unicup-Frauen-Vierer unter den Fittichen des Steuermanns Olli. Das noch nicht eingefahrene Boot fuhr sich ein und erkämpfte sich nach erfolgreichem Vorlauf und Hoffnungslauf in einem hochklassigen Gegnerfeld den glorreichen 3. Platz. Ein Auftritt auf dem Podium war gesichert. Mit olympischen Gedanken entschieden sich kurzfristig trotz fehlenden Trainings unsere Fliegengewichte Malte und Basti für den Start in der Klasse der Leichtgewichts-Doppel-Zweier und fuhren auf den 5. Platz.

Auch in einem packenden B-Finale ging es nun für unsere beiden Mixed-Vierer um die Wurst. Direkt gegeneinander ließen sie der Konkurrenz kaum eine Chance. Basti, Malte, Kristin und Lena sicherten sich den 2. Platz und Dominik, Bastian S., Jule und Sabrina den 3. Platz.

Pünktlich ab 16 Uhr wurde es an der Strecke ruhiger, als unsere Fußballnationalmannschaft die Argentinier mit 4:0 nach Hause schickte. So gab es neben den 3. Platz des Unicup-Frauen-Vierers einen weiteren Grund zum Feiern. Nach der Siegerehrung fand im Clubhaus der Angaren die Rower‘s-Night statt. Dabei ging es mit ausgelassener Laune und köstlichem Hopfenbräu auf die Tanzfläche, was den ein oder anderen für Stunden in den Bann zog. Nach dem Eintrudeln der letzten Partyfraktion in die Schlafstätte zollten Olli, Sebastian, Jule, Svenja und Annika Eric’s nächtlichem Gesäge Tribut und gesellten sich zu Nina und Johanna auf den Sportplatz, um sich bei angehmer Schlaftemperatur und frischer Luft (endlich!) optimal für den Sonntag, und somit letzten Tag der DHM vorzubereiten.

Der Unicup-Frauen-Vierer mit Sophie, Lydia, Johanna, Nina und Stm. Olli nach dem Finale

Der Sonntag war dann ganz im Sinne der Unicup-Mixed-Vierer, weshalb uns leider schon Dominik, Sophie, Basti S., Lydia und Kristin verließen (Uni und Familie gehen halt manchmal doch noch vor). Ein wenig routinierter begann der Tag mit späterem Aufstehen und Gepäck packen. Kurz nach 9 Uhr begannen die Vorläufe der beiden Boote. Leider hatte der „Kanzler“ mit Annika, Svenja, Michi und Sebastian seine kleinen Probleme und wir glauben, dass der See nun befreit von Krebsen ist. Kurz darauf doch gleich nochmal eine Trainingsfahrt. Wie es anders geht, zeigten uns kurz darauf der „Joschi“ mit Johanna, Nina, Olli und Eric. Sie fuhren sicher auf den 1. Platz und auch im Halbfinale zeigten sie mit einem 3. Platz Podiumsambitionen. Das guckte sich das Kanzler-Boot ab und beendete ein enges Rennen mit nur zwei Zehntel Abstand zum 3. Platz im C-Finale. Im A-Finale ging es dann auch heiß zur Sache. Trotz lauten Anfeuerns und großartiger Leistung gelang es dem Team nicht einen begehrten Podiumsplatz zu erfahren. Platz 5, aber Hochachtung von den Gegnern, die unser Team mit den kleinen Blättern zum „Sieger der Herzen“ kührten. Das letzte Rennen der Ruderfreunde war hiermit beendet. Kurz vor Ende gingen für manch Ruderneuling die Kinnladen runter, als die Männer-Achter die Strecke rockten. Gegen 16 Uhr machten wir uns schließlich auf die Boote zu verladen und verabschiedeten uns von einem sonnigen und stimmungsvollen DHM-Wochenende. Dafür gebührt Lena für die super Orga einen großen Dank. Es war eine schöne Regatta mit unseren Ruderfreunden, die jeden in guten Erinnerungen bleiben wird.